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Inzucht (inbreeding) ist die Paarung verwandter Hunde. Dies bedeutet, dass mindestens ein Vorfahr in der Ahnenreihe sowohl des Vaters als auch der Mutter vorhanden ist. Inzucht ist die Verbindung zwischen Verwandten zweiten bis vierten Grades in gerader oder seitlicher Linie innerhalb der ersten vier Generationen, d.h. beispielsweise Onkel mit Nichte, Neffe mit Tante, Cousin mit Cousine, Großeltern mit Enkeln.
Linien- und Inzucht sind häufig verwendete Zuchtmethoden bei Hunden, weil sie sehr schnell zu Erfolgen bei angestrebten Zuchtzielen verhelfen. Dieses beruht auf der Tatsache, daß viele gewünschte Eigenschaften eines Hundes durch übereinstimmende Geninformationen zu Tage kommen. Das heißt beide Elterntiere müssen für diese Eigenschaften gleiche Geninformationen besitzen. Die Wahrscheinlichkeit, daß dieses der Fall ist, steigt bei verwandten Hunden erheblich.

Sehr viele Züchter und Genetiker gehen davon aus, daß Inzucht problemlos ist, wenn man sich gut auskennt und entsprechend aufpasst. Dabei werden die Risiken und Probleme aber verschwiegen oder bei Seite gedrängt. Schon seit längerem warnen Populationsgenetiker (z.B. Frau Dr. Irene Stur, Dr. Wachtel und andere) vor den Gefahren einer Zucht mit hohem Verwandschaftsgrad und der Linienzucht. Selbstverständlich führt eine starke Inzucht zu schnellen und nachhaltigen Ergebnissen. Man muß sich aber fragen, welche Verbesserungen angestrebt werden. Meist sind es Fehler im Gebäude, zu große Augen, falscher Ohransatz, weißes Fell usw. Handelt es sich hierbei um Fehler, die den Hunden tatsächlich Nachteile irgendwelcher Art bringen? Oder sind es Fehler, die der Züchter, die Käufer, der Standard, die Menschen weghaben möchten?
Sollte man nicht erst die Gesundheit und Vitalität der Rasse verbessern und den Genpool erhalten? Womit wir bereits beim nächsten Punkt sind.