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Nierendiät nach Billinghurst

Das wichtigste Kriterium einer Diät für Hunde mit Nierenschäden ist, dass die Nahrung wenig Eiweiß, wenig Phosphor und wenig Salz enthält.
Eine Nierendiät sollte keine kommerziell hergestellten Nahrungsmittel enthalten, weil in großen Mengen produzierte Futtermittel keine ganzen, rohen und natürlichen Bestandteile enthalten und alle einen sehr hohen Anteil von Getreide, Phosphor und Eiweiß enthalten.

Der Grund, warum eine Nierendiät kein Getreide enthalten sollte, ist weil Getreide im allgemeinen für Hunde biologisch nicht artgerecht ist. Sie enthalten viel Stärke (die Killer-Kohlenhydrate), viel Phosphor und ihr Eiweiß wird schlecht verdaut und ist auch von schlechterer Qualität.

Nierendiäten müssen eiweißreduziert sein. Der Grad der Reduzierung ist vom Grad der Nierenschwäche abhängig. Das Eiweiß muss weiter von hoher Qualität sein. Um hohe Qualität von kleiner Menge zu erreichen, sollen kleine Mengen von rohem Fleisch (Huhn, Rind usw.), Eier, Fisch und Innereien wie Leber, Nieren, Hirn und Herz gefüttert werden. Es ist empfehlenswert, so viele Sorten wie möglich zu füttern. Füttern Sie Leber aber nur wenig bei fortgeschrittenem Nierenschaden.

Wenn der Nierenschaden noch begrenzt ist, soll auch die Eiweißreduzierung im Rahmen gehalten werden. Im fortgeschrittenen Stadium muss das Eiweiß weiter reduziert werden. Es ist hingegen wichtig, den Eiweißanteil so hoch wie möglich zu halten – in umgekehrter Relation zur Nierenerkrankung, um den Verlust von Körpermasse zu verhindern und das Immunsystem zu unterstützen.

Wenn das Problem nur klein ist, fahren Sie fort, Knochen zu füttern, weil der Vorteil bei weitem die Nachteile überwiegt. In fortgeschrittenen Fällen füttern Sie keine Knochen, um den Mineralgehalt der Nahrung zu senken.

Die Nierendiät muss einen hohen Fettanteil haben, besonders von den essentiellen Fettsäuren. Verwenden Sie das Fett von Eiern, Huhn und Leinsamenöl (Vorsicht: meine Hunde haben davon die Kratzerei bekommen, können viele nicht vertragen). Geben Sie ebenfalls Vitamin E, das das Ranzigwerden dieser Fette im Körper verhindert.

Die Nierendiät enthält einen großen Anteil von rohem, püriertem, frischem Gemüse. Sie muss ebenfalls leicht verdaulich sein und deshalb ist die Zugabe von Verdauungsenzymen von Vorteil. (analog einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung)

Der Nierenpatient erhält eine große Menge von wasserlöslichen Vitaminen (C- und B-Komplex), weil jene durch die große Urinausscheidung in großen Mengen ausgeschieden werden.

Seealgenmehl darf wegen dem hohen Salzgehalt nicht gefüttert werden und auch Lebertran ist wegen dem hohen Anteil an Vit. A nicht geeignet, ebenfalls abgeraten werden muss von Bierhefe wegen dem hohen Eiweißgehalt.

Die Basis der Nierendiät besteht aus ¾ rohem, püriertem Gemüse und ¼ rohen fleischigen Knochen (oder nur Fleisch bei fortgeschrittenen Fällen). Gut gehackt und gemischt mit dem Gemüse, dem Leinsamenöl, den Vit. E, B und C. Nicht vergessen, bei fortgeschrittenen Nierenschäden keine Knochen!

Muster für eine Nierendiät:

- 3 kg rohe, pürierte Früchte und Gemüse
- 1 kg rohes, mageres, gehacktes Fleisch (Rind, Huhn, Lamm, ganze Fische oder eine Mischung davon)
Ist die Nierenerkrankung im Anfangsstadium, wird dringend empfohlen, mindestens die Hälfte des Fleisches durch gehackte Hühnerhälse oder Flügel zu ersetzen. Ansonsten mit 100 g Sesampaste ergänzen
- 250 ml mageres Naturjoghurt
- 3 Eier (ganz mit Schale)
- 3-4 EL Leinsamenöl
- 250 g gehackte Leber, Niere, Herz, grünen Pansen, Hirn
- 3 Knoblauchzehen

Das übrige der Mischung, das nicht an einem Tag gefressen werden kann, sollte tiefgefroren werden. Täglich die Vitamine B, C und E und die Verdauungsenzyme daruntermischen.
Verschlechtert sich die Situation, muss die Fleischportion reduziert werden.
© by Ian Billinghurst Quelle