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Da Coenzym Q10, ähnlich wie Vitamin K, die Blutgerinnung fördert, sollten Personen, die blutgerinnungshemmende Mittel einnehmen, auf Q10 alsNahrungsergänzungsmittel verzichten oder zumindest Rücksprache mit dem Arzt halten.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Bei Einhaltung von Verzehrmengen von 10 bis höchstens 30 mg pro Tag ergeben sich keine gesundheitlichen Bedenken. Höhere Dosierungen zwischen 50 und 300 mg pro Tag können zu Appetitverlust, Übelkeit, Magenverstimmungen, Durchfällen, Schmerzen im Oberbauch oder allgemeinem Unwohlsein führen. Auch Beschwerden wie Schlaflosigkeit, Hautausschläge, Schwindel und unangenehme Augenempfindungen bei Lichteinfall sind beschrieben. Diese Nebenwirkungen scheinen jedoch sehr selten zu sein. Bei 2664 Patienten und einer Dosierung von 50-150 mg/Tag traten in weniger als 0,8% der Fälle Medikamenten-abhängige Beschwerden auf.
In einer Untersuchung an gesunden Sportlern, bei einer Dosierung von 120 mg Coenzym Q10 wurden nach mehreren Tagen intensiven Trainings Hinweise auf Zellschädigungen gefunden. Andere Studien konnten dies aber nicht bestätigen. Wie aus einer Zusammenfassung des National Cancer Institute hervorgeht, ist keine ernsthafte schädigende Wirkung durch Coenzym Q10 zu erwarten.
Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte man auf die Zufuhr von Q10 verzichten, da hier noch keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen.

Coenzym Q10 wird normaler Weise mit der üblichen Ernährung aufgenommen. Eine zusätzliche Zufuhr wird von Experten als nicht nötigt erachtet. Gegen die Aufnahme geringer Mengen (10 bis höchstens 30 mg Coenzym Q10) als Nahrungsergänzung bestehen jedoch keine gesundheitlichen Bedenken (Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz).
Der Nutzen für die Gesundheit gilt als nicht ausreichend bewiesen, insbesondere bei Aussagen wie „Steigerung der Leistungsfähigkeit und der Gesundheit“ sowie „Stärkung der Abwehrkräfte“. Das Problem vieler Studien ist die mangelhafte Qualität. Aus so genannten „Anwendungsbeobachtungen“, gesponsert durch die Hersteller, kann man lediglich Aufschluss über das Nebenwirkungsspektrum eines Medikaments erwarten, nicht aber über seine Wirksamkeit. Unabhängige Studien wären hier wünschenswert.
Für die genannten Krankheiten (Herzerkrankungen, Herzschwäche, Kopfschmerzen, Muskelschwäche, Parkinson-Krankheit, Unterstützung von Blutfettsenkern, Zuckerkrankheit) könnte Coenzym Q10 womöglich nützlich sein. Dies zeigen erste klinische Studien. Für endgültige Aussagen werden aber noch mehr Daten benötigt.





Anwendungen unterteilt nach WirksamkeitWirksamkeit laut Erfahrung


Es liegen zahlreiche Hinweise aus einer langen Anwendungstradition in der Volksmedizin und in der ärztlichen Erfahrungsheilkunde vor, die eine Wirksamkeit annehmen lassen. Dennoch sind bisher nicht alle Kriterien erfüllt, die für eine volle Beweiskraft notwendig sind. Falls es klinische Studien gibt, haben die Ergebnisse nicht zweifelsfrei überzeugt.

  • Altersbezogene Beschwerden, Anti-Aging
  • Herzkrankheiten (KHK, Herzinfarkt, Arteriosklerose, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Vorsorge), Ergänzung bei medikamentöser Therapie

    • Muskelschwäche, bestimmte Muskelerkrankungen, Mitochondrien-Defekt,Muskeldystrophie
    • Parkinson
    • Zuckerkrankheit (Diabetes), Vorbeugung von Spätschäden (Vorsorge), Verbesserung des Blutdrucks (Bluthochdruck) und der Blutzuckerwerte


    Nicht gesicherte Wirksamkeit



    Die Hinweise aus traditioneller Anwendung oder Laborversuchen sind zu wenig überzeugend und gehen über einen experimentellen Status nicht hinaus. Es gibt bisher keine korrekten oder positiven klinischen Studien.

    • Arteriosklerose
    • Migräne, Kopfschmerzen
    • Nervenkrankheiten, Huntington (fraglich)
    • Ausgleich der Nebenwirkungen von Blutfettsenkern (vom Typ HMG CoA-Reduktase-Hemmer)


    Links zu den Erkrankungen, bei denen Coenzym Q10 helfen kann


    • Herz, Kreislauf und Gefäße:

      • Herzrhythmusstörungen

      • Herzschwäche

    • Kopf, Gehirn und Nerven:

      • Parkinson

    • Körperregionen übergreifende Symptome:

      • Anti-Aging

    • Stoffwechsel:

      • Zuckerkrankheit





Quelle